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Das Geschäft mit dem Palmöl - eine Industrie zum Hinterfragen!

Palmöl ist in den meisten Produkten vorhanden, ob Schokolade, Margarine, Babynahrung, Shampoo, Waschmittel, Biodiesel - es ist kaum mehr wegzudenken. Der Grund liegt darin, dass es im Vergleich zu anderen Öle viel weniger Anbaufläche braucht und durch die Konsistenz und lange Haltbarkeit überzeugt.


Als ich noch grosser Fan von Umweltschutzorganisationen war, wurde das Palmöl verteufelt und man hat zum Boykott aufgerufen. Heute, nachdem Tausende von Wälder und Lebensräume von Orang Utans und anderen wilden Tieren zerstört wurde und Palmölplantagen als Monokulturen entstanden, wird der Verzicht als unmöglich, sogar unnötig angepriesen. Es gibt ja nun zertifiziertes Palmöl und viele Produzenten setzen darauf.


Doch was bedeutet zertifiziertes Palmöl?



Nachdem man die Ureinwohner bedroht und deren Wälder zerstört hat und die Plantagen sowieso schon da sind, hat man die Produzenten zu einem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) eingeladen, um deren unsoziales, unethisches und unökologisches Verhalten sogar mit einer Zertifizierung zu belohnen. Das Label erlaubt noch immer den Anbau auf Torflandschaften (wichtige Kohlenstoffspeicher und damit bedeutsam für den Klimawandel) und die Rodung von Sekundär-Regenwald und lässt die Verwendung von hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln zu.


Wie vegan ist Palmöl?


Da der Beweggrund zu veganer Ernährung durch Vermeidung von Tierleid hinausgeht ist das Palmöl bestimmt keine gute Alternative. Es zeigt auf, wie man durch Misswirtschaft, Unterdrückung und Zerstörung Mensch und Tier Leid zufügt und den Konsumenten mit Labels zudem versucht zu täuschen. Sogar Unilever, ein Partizipant des runden Tisches bestätigt, dass es nicht mal genügend zertifiziertes Palmöl auf dem Markt gibt, was daraus schliesst, dass man sogar herkömmliches Palmöl trotz Zertifizierungslabel auf der Packung im Produkt erwarten muss. Kontrolle gibt es hierzu keine.


Ich kann ja doch nichts tun?


DOCH. Denn ob und was du konsumierst entscheidest du alleine, also kannst du mit deinem Konsumverhalten ganz klare Zeichen setzen und die Produzenten auffordern deren Produkte transparenter, ökologischer und vor allem ohne Leid von Tier und Mensch zu produzieren.



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